Meykopff GaLaBau Youngster-Baustelle Benthack Baustoffe

Youngster-Baustelle bei Benthack Baustoffe in Lübeck

Verantwortung wächst nicht allein mit den Berufsjahren. Manchmal wächst sie vor allem mit einer Aufgabe, die Vertrauen, Einsatz und ein gutes Gespür für praktische Lösungen verlangt. Genau so eine Aufgabe wartete Anfang 2026 auf unser Youngster-Team bei Benthack Baustoffe im Lübecker Industriegebiet Roggenhorst.

Unsere Junggesellin Ella Meinhardt und unser Junggeselle Florian Brandt übernahmen das Projekt gemeinsam mit den Auszubildenden Simon Ahlbeck und Leon Heinrich. Das Ziel war anspruchsvoll: Auf dem Gelände des Baustofffachhandels sollte ein neues Ausstellungsareal entstehen, das möglichst viele Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten des Garten- und Landschaftsbaus im verbauten Zustand zeigt. Und zwar nicht irgendwie nebeneinandergelegt, sondern als abwechslungsreiche, begehbare Gartenlandschaft.

Meykopff GaLaBau Lübeck - Benthack Ausstellung

Baustoffe zum Anschauen, Anfassen und Erleben

Henri Benthack Baustoffe ist ein traditionsreiches norddeutsches Familienunternehmen und seit mehr als 95 Jahren Partner für das Bauhandwerk, für Bauherrinnen und Bauherren sowie für alle, die rund um Haus und Garten etwas bewegen möchten. Der modernisierte Standort in der Lübecker Drechslerstraße verbindet Baustofffachhandel, Baufachmarkt, Lager sowie Innen- und Außenausstellungen mit persönlicher Fachberatung.

Allein das Sortiment für den Garten- und Landschaftsbau reicht von Pflastersteinen, Klinkern und Terrassenplatten über Granitpalisaden, Mauersysteme und Gabionen bis zu Zäunen, Zierkies und Elementen für den Sichtschutz. Die neue, rund 1.000 Quadratmeter große GaLaBau-Ausstellung macht diese Vielfalt vor Ort erlebbar. Materialien wirken ganz anders, wenn sie als Weg, Mauer, Hochbeet oder kleiner Gartenplatz verarbeitet sind.

Meykopff Youngster-Team: Simon, Leon, Ella und Florian v.l.n.r

Vier junge Leute und jede Menge Verantwortung

Ella und Florian hatten sich bereits in verschiedenen Projekten bewährt. Gemeinsam mit Simon und Leon kümmerten sie sich bei Benthack um die Organisation, die Abstimmung und natürlich um die praktische Umsetzung. Dabei wartete nicht eine einzelne, klar umrissene Aufgabe auf die vier, sondern nahezu die ganze Bandbreite des Garten- und Landschaftsbaus. Unterschiedliche Pflasterflächen, Keramikplatten, Natursteinmauern, Hochbeete, Gabionen und große Präsentationsgestelle mussten zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt werden.

Eine Baustelle in dieser Größenordnung fast vollständig in die Hände eines jungen Teams zu legen, war eine bewusste Entscheidung. Wer seinen beruflichen Nachwuchs fördern möchte, muss nicht nur Wissen vermitteln. Es braucht auch Vertrauen und die Gelegenheit, Verantwortung tatsächlich zu übernehmen.

Die vier haben den größten Teil der Arbeiten selbstständig organisiert und ausgeführt. Das bedeutete auch, Entscheidungen zu treffen, Arbeitsabläufe miteinander abzustimmen und bei Abweichungen eine saubere Lösung zu finden. Denn Pläne sind hilfreich. Die Baustellenwirklichkeit hat gelegentlich trotzdem ihre ganz eigenen Ideen.

Vielfalt beginnt bereits beim Pflaster

Zu Beginn entstanden die Zuwegungen direkt am Gebäude und die Verbindungen zwischen den einzelnen Ausstellungsbereichen. Dafür verlegte unser Youngster-Team unterschiedliche Betonpflaster in verschiedenen Farben, Formaten und Verbänden. Eiserne Schachtabdeckungen und dekorative Elemente wurden so in die Flächen integriert, dass aus vielen Einzelmaterialien ein durchgängiges Wegenetz entstand.

Besonders anspruchsvoll war die Verlegung großformatiger Keramikplatten mit glasierter Oberfläche. Ella setzte die Platten präzise in Drainagebeton. Hier müssen Untergrund, Gefälle und Lage genau stimmen, denn spätere Korrekturen sind nicht möglich. Was auf der fertigen Fläche leicht und selbstverständlich aussieht, verlangt bei der Ausführung viel Konzentration und handwerkliches Gespür.

Auch an vielen anderen Stellen mussten Pflastersteine exakt angepasst werden. Ella maß die benötigten Formate sorgfältig aus und schnitt die Steine passend zu. Selbstverständlich mit Zollstock, denn Augenmaß ist gut, Nachmessen aber deutlich besser. Gerade bei Anschlüssen, Rundungen und Übergängen entscheidet jeder Millimeter darüber, ob eine Fläche am Ende ruhig und sauber wirkt. Florian überzeugte durch das fachgerechte Verlegen von Natursteinpflaster in Kombination mit Betonpflaster. Obwohl Leon gerade erst mit seiner Ausbildung in unserem Fachbetrieb angefangen hatte, unerstützte er das Team bei den Pflasterarbeiten.

Wenn Gestelle und Bauplan nicht einer Meinung sind

Eine besondere Herausforderung waren die großen Präsentationsgestelle. In ihnen werden später Platten und Pflastermuster gut sichtbar ausgestellt. Damit die schweren Rahmen dauerhaft sicher stehen, bohrte Florian mit dem Minibagger die Löcher für die Fundamente. Anschließend richtete das Team die Gestelle aus und befestigte sie exakt an den vorgesehenen Positionen.

Das klingt auf dem Papier geradliniger, als es auf der Baustelle tatsächlich war. Die Abmessungen der gelieferten Gestelle stimmten nicht überall mit den Angaben in den Plänen überein. Es half nichts – nur genaues Nachmessen, gemeinsames Überlegen und abgestimmtes Arbeiten führte zu einer Lösung, die technisch einwandfrei funktioniert und optisch in die Anlage passt.

Die offizielle Hoheit über die Planlektüre lag übrigens bei Ella. Natürlich und ganz bewusst schauten auch alle  anderen Teammitglieder in den Plan und machten sich ein Bild von Theorie und Wirklichkeit.

Stylischer Senkgarten als Treffpunkt

Direkt unter und neben den Pavillons entstand ein Senkgarten mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Die etwas tiefer liegende Fläche wird von geradlinigen Mauerelementen und stilvollen Sitzbänken eingefasst. Dadurch entsteht ein geschützter Raum, der zum Sitzen, Zusammensein und Entspannen einlädt.

In der Mitte befindet sich eine Feuerstelle aus Metall, die zugleich eine Grillmöglichkeit bietet. Damit zeigt der Senkgarten anschaulich, wie aus Pflaster, Mauern, Sitzflächen und einer festen Feuerstelle ein moderner Treffpunkt im Freien werden kann. Was auf den ersten Blick lässig und gemütlich wirkt, erforderte zuvor eine sehr genaue Abstimmung der Höhen, Abstände und Anschlüsse. Gemütlichkeit ist eben manchmal echte Millimeterarbeit.

Pavillons für mehr Zeit im Garten

Zu den auffälligsten Bauteilen der neuen Ausstellung gehören mehrere Pavillons aus Metall. Ihre klare, moderne Form gliedert das Gelände und zeigt zugleich, wie sich ein geschützter Platz im Garten gestalten lässt. Mit einer festen Überdachung bieten sie dauerhaft Schutz vor Regen und schaffen Raum für Sitzgelegenheiten, Essplätze oder eine Outdoorküche.

Damit solche Konstruktionen sicher stehen und sich harmonisch in die umgebenden Flächen einfügen, müssen Fundamente, Anschlüsse und Höhen genau aufeinander abgestimmt werden. Für das junge Team kam damit eine weitere Aufgabe hinzu, bei der mehrere Gewerke und Materialien zusammenfinden mussten. Pflasterflächen, Mauerelemente und Metallkonstruktionen sollten schließlich nicht wie einzelne Muster wirken, sondern wie Teile eines echten Gartens.

Mauern, Hochbeete und moderne Gartengestaltung

Mit jedem Bauabschnitt wurde die Ausstellung vielfältiger. Neben den gepflasterten Wegen entstanden Hochbeete und Mauern aus Naturstein. Ein kleiner Aufgang zeigt, wie sich unterschiedliche Höhen im Garten attraktiv und funktional miteinander verbinden lassen. In weiteren Präsentationsgestellen wurden verschiedene Mauersteine und Verbände aufgebaut. So lassen sich Farbe, Oberfläche und Wirkung der Materialien nicht nur anhand eines einzelnen Steins, sondern direkt als fertiges Mauerwerk beurteilen.

Dazu kamen Gabionen, die unter anderem eine Mülltonnenbehausung einfassen. Ein ganz besonderer Blickfang ist der Leuchtturm in Gabionentechnik. Sein Metallgerüst wurde mit Glasbruchstücken gefüllt und bringt einen ebenso modernen wie maritimen Akzent auf das Gelände. Ein Leuchtturm im Lübecker Industriegebiet? Finden wir durchaus standesgemäß.

Auch wetterfester Kunstrasen wurde in die Ausstellung integriert. Er lockert die von Pflaster und Mauerwerk geprägten Bereiche optisch auf und zeigt eine pflegeleichte Möglichkeit, dauerhaft grüne Flächen zu gestalten. Ein Natursteinbuddha und ein aus massivem Fels gearbeitetes Wasserbecken ergänzen die Anlage um zwei markante Einzelstücke. Sie machen deutlich, wie vielseitig Naturstein eingesetzt werden kann, von der funktionalen Mauer bis zum dekorativen Unikat.

Für unser Youngster-Team bedeutete diese Vielfalt ständige Wechsel zwischen verschiedenen Materialien, Maschinen und Arbeitstechniken. Genau darin lag der besondere Wert des Projekts. Statt einen einzigen Arbeitsschritt immer wieder auszuführen, konnten Ella, Florian, Simon und Leon viele Bereiche ihres Berufs praktisch anwenden und miteinander kombinieren.

Ein norddeutsches Highlight: das Hochbeet als Friesenwall

Ein besonders anspruchsvolles Element war die Erstellung eines Hochbeets aus regionalen Natursteinen. Florian und Ella haben es in der traditionellen Optik eines Friesenwalls aufgebaut und bringt damit ein gutes Stück norddeutsche Gartenkultur auf das Ausstellungsgelände.

Die großen, unregelmäßig geformten Steine wurden mit dem Minibagger aufgenommen, ausgewählt und Stück für Stück aufeinandergesetzt. Dabei kommt es nicht nur auf Kraft und Maschinengefühl an. Jeder Stein hat eine andere Form, eine andere Auflagefläche und seinen ganz eigenen Platz im Verband. Der Aufbau muss stabil sein und zugleich natürlich wirken. Anschließend wurde das Innere mit Erde verfüllt.

Hochbeet und Natursteinpflaster
Vor dem Hochbeet legten Ella und Florian einen kleinen Vorplatz aus Naturstein an. Die kleinteiligen Steine mussten an die geschwungene Form des Friesenwalls angepasst und sorgfältig in das Gesamtbild eingefügt werden. Damit entstand nicht nur ein schöner Abschluss, sondern auch ein begehbarer Platz, von dem aus sich das Hochbeet später aus nächster Nähe betrachten lässt.

Fingerspitzengefühl und Kommunikation per Funk
Ein beachtliches Stück Arbeit, das im Team mit Konzentration und durchaus ein wenig norddeutschem Stolz auf diese traditionelle Bauweise umgesetzt wurde. Zu Recht, wie wir finden. Der fertige Friesenwall zeigt sehr schön, wie aus regionalem Material, handwerklicher Erfahrung und moderner Maschinentechnik ein echtes Einzelstück entsteht. Florian wählte mit sicherer Hand – bzw. Minibagger-Greifer – passende Steine aus und platzierte sie wie rohe Eier nach den Anweisungen von Ella auf dem entstehenden Hochbeet. Ella wiederum bewegte mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl die Steine in die endgültige Postion und unterstützte Florian bei der Auswahl der nächsten Steine. Verbunden waren die beiden bei dieser anspruchsvollen Arbeit über Funk.

Ausbildung braucht Vertrauen

Junge Menschen für den Garten- und Landschaftsbau zu gewinnen und dauerhaft für den Beruf zu begeistern, ist heute keine Selbstverständlichkeit. Die Arbeit findet bei Sonne, Regen, Wind und norddeutschem Schmuddelwetter statt. Sie ist körperlich fordernd, technisch vielseitig und verlangt zugleich Sorgfalt, Kreativität und Teamgeist.

Lust auf Ausbildung? Komm ins Meykopff Youngster-Team!

Mehr als ein großer Auftrag
Umso wichtiger ist es, Auszubildenden und jungen Fachkräften zu zeigen, was ihnen zugetraut wird. Die Youngster-Baustelle bei Benthack war deshalb weit mehr als ein umfangreicher Auftrag. Sie war eine Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln und gemeinsam an Aufgaben zu wachsen, bei denen nicht jede Lösung bereits im Plan eingezeichnet war.

Ella, Florian, Simon und Leon haben diese Gelegenheit genutzt. Die neue Ausstellung ist fertig, die Materialien haben ihren Platz gefunden und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir sind stolz auf die Leistung unseres jungen Teams und ziemlich sicher: Das war nicht ihre letzte Baustelle mit ordentlich Verantwortung.

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